RIAS BERLIN — die frühen Jahre im Plakat
Eine Plakat-Ausstellung zum 50jährigen Jubiläum des Sendebeginns

Das Sand-männchen
1948/49
ca. DIN A2
Entwurf:
Günter Mohr

  Back-Talk
Kalter Krieg im Radio

Titel eines Heftes
zu politischen
Programmen des RIAS
und den unterschiedlichen
Hörerreaktionen.
Entwurf: Günter Mohr

Im Blockadejahr 1948 hatte der kalte Krieg auch den RIAS erreicht. Der US-Militärgouverneur General Lucius D.Clay gab im Herbst 1947 mit der „Operation Back-Talk“ das Startzeichen für das Erwidern der Propaganda.

Das bedeutete die Aufgabe des bis dahin von der amerikanischen Seite weitestgehend eingehaltenen Gebotes zur Eintracht der Siegermächte. Es dauerte dennoch fast ein Jahr bis sich der schnell erfolgte Wechsel in der amerikanischen Leitungsebene des RIAS — die liberale Amerikanerin Ruth Norden nimmt ihren Abschied — auch im Programm bemerkbar machte.

Ab Sommer 1948 wurden im RIAS spezielle Sendereihen eingerichtet, die sich kritisch mit der Politik der sowjetischen Besatzungsmacht auseinandersetzten. Beliebt waren die fast täglich gesendeten 5-Minuten-Spots politischer Satire „Varady funkt dazwischen“, „Das Sandmännchen“ und auch „Die Stimme Berlins“.

Zu Berühmtheit kamen dabei Anfang der fünfziger Jahre Pinsel und Schnorchel, die beiden Ost-Funktionäre, mit ihren Parodien über „Genossissismus Stalin“ oder „die wurmstichigen Verhältnisse in der DDR“.


Varady
funkt
da-
zwischen

1948
ca. DIN A1
Entwurf:
Günter Mohr


Die Stimme
Berlins
Christina Ohlsen

1948
ca. DIN A2
Entwurf:
Günter Mohr